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Grüner Tee: Cholesterin, Krebs, Bluthochdruck Pressestimmen


Cholesterin

Grüner und schwarzer Tee in hohen Dosen können einer chinesischen Studie zufolge die Cholesterinwerte deutlich senken. Extrakte des Getränks vermindern das so genannte LDL-Cholesterin, das als Risikofaktor für Herzinfarkte und Schlaganfälle gilt, um bis zu 16 Prozent.

(Sindelfinger Zeitung vom 25.06.2003)

Krebs

ERFORSCHT UND ERFUNDEN

Grüner Tee gegen Krebs

Teetrinker haben es schon vorher gewußt: Wer grüne Sorten bevorzugt, erkrankt seltener an Krebs. Jetzt glauben Tumorbiologen vom Karolinska Institut in Schweden herausgefunden zu haben, wie der Tee bösartige Geschwulste unterdrückt (Nature, Bd. 398, S.381). Das Gebräu enthält eine Substanz namens Epigallocatechin. Und die hemmt zumindest im Tierversuch das Wachstum neuer Blutgefäße. Konzentrationen, wie man sie im Blut eines Menschen nach dem Genuß von zwei bis drei Tassen Tee mißt, zeigten bereits deutliche Wirkung. Grüner Tee hungert Tumoren also aus, indem er ihnen die Zufuhr von Nährstoffen und Sauerstoff abdreht. An dieses Anti-Angiogenese genannte Prinzip knüpfen viele Forscher derzeit ihre Hoffnungen (siehe ZEIT Nr.13/99). Auch wer viel grünen Tee trinkt, sollte die wichtigen Regeln gegen Krebs beherzigen: Rauchen aufgeben, gesund ernähren, viel bewegen und zur gesetzlichen Früherkennungsuntersuchung gehen.

Aus: DIE ZEIT Nr. 15 vom 8. April 1999 S. 39

TEEologie

Zivilisation heißt, den Zufall zur Zeremonie zu erheben. Vor langer Zeit, so erzählt man, trudelte das einsame Blatt eines unbekannten Teestrauchs in das kochende Wasser des Kaisers Chen Nung. Doch der Kaiser blieb souverän. Er rebellierte nicht gegen die gestörte Ordnung, sondern erhob sie zu einer höheren. Der Kaiser wartete ab und trank Tee. So wurde Asien zur Mutter des Tees und Chen Nung zum Vater des Snobismus. Ignoranz adelt. Denn Snobsein - s(ine) nob(ilitate) - heißt schlicht, das Chaos der Welt zu ignorieren und ihm mit reinem Formalismus zu begegnen. Und so wird das nächste Jahrhundert deshalb das asiatische heißen, weil es dem modernen Chaos der Komplexität und Unübersichtlichkeit die Form um ihrer selbst willen entgegenstellen wird.

Alle Form wird zum letzten Halt im Unhaltbaren. Dazu ist der sündhaft teure Anzug eines geheimen Designers ebenso geeignet wie die traditionelle Teezeremonie. Gewiß, Teetrinken ist ein Spiel um viel heißes Wasser und glückliche Alchimie. Es ist eine mysteriöse Wissenschaft um Fermentation und first and secondflush. Eine Kulturgeschichte des Tees wie die von Stephan Reimertz ("Vom Genuß des Tees"; Gustav Kiepenheuer Verlag, Leipzig 1998; 207 S., 49,90 DM) ist deshalb eine Vorbereitung auf das 21. Jahrhundert. Sie ist unverzichtbar für eine überflüssige Plauderei am Nachmittag, denn alle Plauderei ist ein ebenso aufwendiges Nichts wie der Tee selbst. Allerdings, die einschüchternde Brillanz einer Teeorie wäre unhöflich gegenüber dem lesenden Gast. Vielleicht hat Reimertz deshalb eine Teeologie verfaßt - eine Ritusgeschichte des Tees als unvollkommenes Brevier einer anregenden Religion.

WIELAND FREUND

aus DIE ZEIT Nr. 20 vom 7. Mai 1998

Weitere Texte die Fragen aufwerfen, und damit zur Philosophie gezählt werden können:

(teeOlogie ist eingetragene Wortmarke der Firma King's Teagarden)

Ein natürliches ACE-Getränk

Es versteht sich von selbst, daß alle Tees bei der Ernte grün sind und auch weiterhin als Grüntee vermarktet werden könnten.

Da Grüntee üblicherweise mehrmals aufgegossen wird, würde dies auch dem ständig steigenden Welt-Teeverbrauch entgegenkommen, der mittlerweile dazu geführt hat, daß einerseits die Erzeuger von der begrenzten Fläche der Teeplantagen immer mehr Tee produzieren müssen, und andererseits Tee-Exportländer (z.B. Indien) gezwungen sind, günstigen Tee für die ärmere Bevölkerung zu importieren.

Grüner Tee enthält je nach Sorte per 100 g ungefähr 13 - 29 mg Karotin und 60 - 250 mg Vitamin C. Zudem wirken die im Grüntee enthaltenen Catechine sind ca. 20 mal antioxidativer als Vitamin E.

Da oxidationsempfindliche Verbindungen während der Schwarzteeproduktion weitgehend zerstört werden, ist im Schwarztee kein Vitamin C mehr vorhanden. Im Teeblatt und im Grüntee sind die Carotinoide ß-Carotin, Lutein und Violaxanthin enthalten. Bei der Schwarzteeproduktion werden aus den Carotinoiden flüchtige Aromastoffe wie ß-Ionen gebildet. Ferner oxidieren die Catechine größtenteils und bilden Pigmente, die sogenannten Theaflavine und Thearubigine.

Die als Vitamin U bezeichnete Verbindung (Methylmethionin, Anti-Ulcer-Faktor) soll in Mengen bis zu 25 mg / 100 ml in Infusionen (Aufgüssen) aus grünem Tee enthalten sein. Im Schwarztee ist diese Verbindung nicht mehr nachweisbar.

Russische Wissenschaftler weisen darauf hin, daß Grüntee auch Vitamin P (Permeabilitätsvitamin) enthält. Als Vitamin P bezeichnet man Verbindungen, die die Capillarfestigkeit fördern. Es sind die im Grüntee enthaltenen Catechine, die eine hohe Vitamin-P-Aktivität haben sollen.

Thearix

Bei Interesse der LeserInnen erfolgt die Fortsetzung dieser Berichterstattung.

Diese Veröffentlichung unterliegt dem Impressum des Oldenburger Stachel. Differenzen zur gedruckten Fassung sind nicht auszuschließen. Nachdruck nur mit Quellenangabe, Belegexemplar erbeten.

Getränk für Leib und Seele

Er ist Botschafter des guten Geschmacks und vor allem gesund. Deshalb findet grüner Tee auch bei uns immer mehr Anhänger. Natur stellt mehr als 200 Grüntees vor, um die Entscheidung beim Kauf zu erleichtern.

Wenn das kein Allheilmittel ist: Grüner Tee soll Krebs heilen, das Altern bremsen, gegen Karies helfen, Arteriosklerose vorbeugen, einen Gehirnschlag verhindern, hohen Cholesterinspiegel senken und bei radioaktiven Fallouts den Körper entgiften. Seit in Deutschland solche Meldungen durch die Medien geistern, sind die Verkaufszahlen rapide angestiegen.

Grüner Tee liegt im Trend. Wurden 1994 aus China und Japan 226 Tonnen nach Deutschland importiert, waren es 1995 bereits 420 Tonnen. Für dieses Jahr bestätigen Importeure wie das Teehaus Ronnefeldt in Frankfurt oder die Ostfriesische Teegesellschaft eine weiter wachsende Nachfrage. Sicher: Der Verkauf von Grüntee nimmt sich gegen den Umsatz an Schwarztee immer noch bescheiden aus. Dessen Verbrauch in Deutschland lag 1995 bei 16560 Tonnen, also gut dem 40fachen von Grüntee. Doch während der Absatz von schwarzem Tee stockt, im Tee- trinkerparadies Ostfriesland sogar rückläufig ist, sehen Teehändler für die Zukunft grün.

Dabei macht es der grüne Tee seinen neuen Liebhabern nicht leicht. Die ersten Tassen schmecken gewöhnungsbedürftig. "Nach meinen ersten Probierstunden habe ich erheblich daran gezweifelt, ihn überhaupt in unser Sortiment mit aufzunehmen", schildert Friedrich Rapp vom Teehaus Ronnefeldt seine erste Begegnung mit grünem Tee. Als sogenannter Tea-Taster ist Rapp seit 34 Jahren tagtäglich darin geübt, unzählige Sorten zu erkennen, zu prüfen und geschmacklich einzuordnen. Der Experte, der einen indischen Darjeeling mit einem lieblichen Moselwein und einen kräftigen Ceylon-Tee mit einem trockenen Frankenwein vergleicht, beschreibt die gängigen japanischen Grünteesorten als "bitter", "fischig", "gemüsig" oder "seetangähnlich" im Geschmack. "Allerdings nur bei der ersten Tasse." "Der Geschmack des Grüntees entschlüsselt sich erst mit der Zeit", betont Rapp und meint damit sowohl die Menge an Tee als auch die Erfahrung, die man mit zunehmendem Grünteekonsum gewinnt. Denn ähnlich wie bei schottischem Malt-Whisky, dessen hochkalibrige Vertreter mit ihrem Zahnarztaroma jeden ungeübten Probierer vergraulen, muß man bei grünem Tee erst auf den Geschmack kommen. Das braucht Zeit. Schließlich ist Grüntee ein Botschafter chinesischer und japanischer Kultur.

Über das gekonnte Trinken des passenden Grüntees bis hin zur Teezeremonie (siehe Kasten auf Seite 76) kann man sich fernöstlichen Philosophien nähern. Um jedoch den Weg in die Welt des Grüntees zu erleichtern, empfiehlt Friedrich Rapp zum Einstieg Sorten aus China und Taiwan, die in der Regel milder sind als japanische. Schon vor etwa 4700 Jahren soll grüner Tee in China bekannt gewesen sein, und zwar zunächst ausschließlich als Heilmittel. Empfohlen wurde ein Teeaufguß unter anderem bei Tumoren, Blasenerkrankungen und Lethargie. Zur sakralen Zeremonie entwickelte sich der Genuß des Grüntees erst um 620 n. Chr., als ein Sohn des indischen Königs die Lehre Buddhas nach China brachte. ##Jahre zuvor führten buddhistische Mönche den grünen Tee nach Japan ein. Heute sind die Teeanbaugebiete Chinas über mehr als 16 Provinzen, vor allem im Süden des Landes, verbreitet. Das Hauptanbaugebiet Japans befindet sich in der Provinz Shizuoka am Fuße des Mount Fuji in der Mitte Japans. Dort ist Grüntee der Tee schlechthin. Von der Produktion wird nur ein halbes Prozent ausgeführt. In China beträgt der Anteil grünen Tees an der Gesamtproduktion etwa 70 Prozent.

Lange Zeit glaubte man in Europa, daß grüner und schwarzer Tee von verschiedenen Pflanzen stamme. Doch beide sind die Blätter eines einzigen Baumes der Gattung Camellia sinensis. Erst die besondere Behandlung des Tees nach dem Pflücken macht den Unterschied. Teeblätter für Grüntee werden in Japan nach dem Welken einige Minuten in rotierenden Zylindern mit Wasserdampf behandelt, in China hingegen in flachen eisernen Pfannen getrocknet und kurz erhitzt. Deshalb erhält man beim Aufbrühen chinesischen Grüntees einen leicht orangenen Aufguß, während japanischer Grüntee meist zitronengelb bis grünlich schimmert. Durch beide Prozeduren werden die pflanzeneigenen Enzyme "aus- geschaltet", die für die Reaktion mit Luftsauerstoff verantwortlich sind. Dadurch behalten die Teeblätter ihr ursprüngliches Grün. Anschließend werden die Blattzellen beim "Rollen" maschinell zerdrückt, so daß sich ihre Inhaltsstoffe später beim Aufguß leicht lösen können. Nach einer zweiten Rollprozedur werden die Blätter an der Sonne getrocknet. Daß es schwarzen Tee gibt, verdanken wir vermutlich britischen Kaufleuten. Im 18. Jahrhundert begannen sie, die chemische Zusammensetzung des Teeblattes durch die sogenannte Fermentation zu verändern. Diese ist nichts anderes als eine Reaktion mit Sauerstoff, die einen Gärungsprozeß auslöst. In einem warmen Raum mit hoher Luftfeuchtigkeit werden die feuchten Blätter nach dem ersten Rollvorgang der Luft ausgesetzt. Dabei färben sie sich kupferrot. Heißluft wird solange zugeführt, bis die Blätter trocken sind. Zum Schluß sind sie um drei Viertel ihres Gewichtes leichter und besitzen ihre typische schwarze Farbe.

Ein Mittelding zwischen schwarzem und grünen Tee ist der Oolong, eine Spezialität aus Taiwan. Er wird nur anfermentiert: Die Sauerstoffgärung wird durch Trocknen und Rösten unterbrochen, sobald die Blattränder fermentiert sind. Auf diese Weise bleiben sie innen grün. Die Bearbeitungsmethode beim Grüntee ist schonender als beim Schwarztee: Weil er chemisch weitgehend unverändert ist, bleiben in ihm mehr pharmakologisch wertvolle Substanzen enthalten. Grüner wie auch schwarzer Tee enthalten das Alkaloid Koffein (beim Tee auch Teein genannt). Zusammen mit den Alkaloiden Theophyllin und Theobromin soll das Koffein der Teepflanze vermutlich Feinde abwehren - wie das Nikotin der Tabakpflanze. Der Koffeingehalt schwankt stark: Teeblätter, die von einem im Schatten stehenden Busch stammen, haben bis zu 50 Prozent mehr Koffein als die Blätter von stark besonnten Sträuchern. Darum ist das ideale Sonnen-Schatten-Verhältnis für Tee von entscheidender Bedeutung. Im europäischen Teehandel spielt dies bislang von einigen teuren Sorten abgesehen keine Rolle. Der Koffeingehalt des Grüntees beträgt 1,82 bis 2,94 Prozent, beim Schwarztee liegt er zwischen 2,6 und 3,5 Prozent. Koffein im Kaffee regt auf, im Tee nicht. Die Ursache: Das Koffein ist zwar chemisch dasselbe, doch unterschiedlich gebunden. Das Koffein des Kaffees ist an Kalium gebunden, und diese Bindung wird durch die Salzsäure im Magen schlagartig gelöst. Dadurch gelangt das Koffein bereits wenige Minuten nach Genuß in die Blutbahn und regt entsprechend an. Dafür wird es schnell wieder abgebaut. Das Tee-Koffein dagegen wird dank der Gerbstoffe nur allmählich ins Blut abgegeben. Es wirkt direkt auf die Großhirnrinde und vermag die geistige Leistungsfähigkeit für längere Zeit zu erhöhen. Unterstützend wirken ätherische Öle: Sie üben eine beruhigende Wirkung aus. Die pharmakologisch bedeutendsten Bestandteile des Grüntees sind die sogenannten Flavonoide.

Dies sind Gerbstoffe und gerbstoffähnliche Verbindungen wie Catechine und sogenannte Gallussäurederivate. Sie verleihen dem Grüntee zunächst den bitteren Geschmack, halten aber ganz nach dem Prinzip der "bitteren Medizin" eine Reihe gesunder Eigenschaften bis hin zur krebshemmenden Wirkung bereit. Wie beim Koffein schwankt auch der Gehalt an Gerbstoffen im Teeblatt stark: So erreicht die Pflanze in der Blattknospe an einem sonnigen Platz umgekehrt wie beim Koffein und in trockenen Verhältnissen eine Rekordmenge. Dagegen senken feuchtes Wetter wie beim subtropischen Monsun, eine schattige Umgebung und zunehmendes Alter den Gerbstoffspiegel. Ein hoher Gerbstoffgehalt bedeutet in der Regel einen niedrigen Koffeingehalt und um- gekehrt. Über 40 Prozent Gerbstoffe und ähnliche Verbindungen kann ein Grüntee enthalten, viermal mehr als Schwarztees. Grüner Tee enthält 25 Aminosäuren, die bis zu vier Prozent seiner Inhaltsstoffe ausmachen können. Hierzu gehören das seltene und für den Teestrauch charakteristische Theanin, gefolgt von Asparaginsäure und Glutaminsäure. Von 150 nachgewiesenen ätherischen Ölen konnten Wissenschaftler im grünen Tee erst 75 identifizieren. Grüner Tee liefert auch Vitamine, und er erleichtert ihre Aufnahme in den menschlichen Organismus. Nach Zongmao Chen von der Chinesischen Akademie der Wissenschaften in Hangzhou enthalten 100 Gramm grüner Tee bis zu 100 Milligramm Vitamin C. Während des Transports und bei längerer Aufbewahrungszeit verringert sich allerdings die Menge durch den Kontakt mit Sauerstoff. Indes geht auch nach längerem Aufkochen das Vitamin C im grünen Tee nicht verloren. Im Schwarztee hingegen werden während der Fermentationsphase 90 Prozent des Vitamins C zerstört.

Einige Sorten Grüntee enthalten mehr Karotin als die gleiche Menge Karotten. Auch der Gehalt an Vitamin-B-Komplexen liegt bei Grün- wie bei Schwarztee hoch. Grüntee enthält zudem viel Vitamin E und Vitamin K. Fünf Tassen, so Chen, decken den Tagesbedarf eines Erwachsenen. Sowohl Schwarz- als auch Grüntee enthält außerdem reichlich Aluminium und Mangan. Tee ist das fluorreichste pflanzliche Produkt, das wir zu uns nehmen. Er enthält 28 Mineralstoffe und Spurenelemente. Ins Interesse gerückt ist der Grüntee vor allem wegen seiner möglichen Wirkung auf verschiedene Krankheiten und Leiden. So soll er zum Beispiel gegen Krebs helfen: Studien japanischer und chinesischer Wissenschaftler bestätigen, daß der Genuß grünen Tees den Ausbruch von Krebserkrankungen verhindern kann. Die Pharmakologen Dr. Barbara Bertram vom Krebsforschungszentrum Heidelberg und Dr. Eberhard Scholz vom Institut für Pharmazeutische Biologie der Universität Freiburg betonen die "Bedeutung der krebshemmenden Wirkung von Tee". Vor allem Extrakte und die Gerbstoffe des Tees haben Krebs bekämpfen können wenn auch nur im Tierversuch.

Die Ergebnisse sind schwer auf den Menschen übertragbar. Sie sind aber stichhaltige Indizien für eine vorbeugende Wirkung bei Krebs. Zahlreiche Untersuchungen an Versuchstieren belegen unabhängig voneinander, daß bei vorbeugender Einnahme von grünem Tee

- zwischen 30 und 95 Prozent der Versuchsmäuse, denen Krebszellen injiziert wurden, keinen Hautkrebs entwickelten;

- Tumore des Vormagens bei 70 bis 80 Prozent der Tiere ausblieben;

- die Lunge in 30 bis 85 Prozent der Fälle nicht von Krebs befallen wurde;

- die Speiseröhre in 40 bis 60 Prozent krebsfrei blieb;

- der Dickdarm bei 53 bis 60 Prozent der Versuchstiere sowie

- der Dünndarm in 75 Prozent der Fälle nicht an Krebs erkrankte.

Bei Brustkrebs konnten die Krebsvorstufen (Biomarker im Körper, die auf die Entstehung eines Tumors hinweisen) deutlich gehemmt werden. Eine epidemiologische Untersuchung in der chinesischen Provinz Jiangsu ergab, daß die Sterblichkeit durch Leberkrebs deutlich sinkt, je mehr grüner Tee getrunken wird. Ähnliche Reihenuntersuchungen auf Magenkrebs in China und Japan belegen, daß Grüntee das Wachstum von Magenkrebszellen hemmt. In der Region Shizuoka im Mittelwesten Japans, wo traditionell viel Grüntee getrunken wird, zeigten Männer wie Frauen eine fünffach geringere Sterblichkeitsrate an Magenkrebs als die durchschnittliche Bevölkerung. Daß eine bereits vorhandene Krebserkrankung beim Menschen durch Grüntee gestoppt werden kann, erscheint Experten eher unwahrscheinlich. Immerhin zeigte sich bei Versuchen mit Oolong-Tee bei bereits an Darmtumoren erkrankten Tieren eine Hemmung von Tochtergeschwülsten. All diese vorbeugenden krebshemmenden Wirkungen werden auf die Flavonoide zurückgeführt. Sie können die krebsauslösenden Stoffe abfangen, bevor diese beginnen, die Zellen zu schädigen. Die Entartung von Körperzellen kann gebremst und krebsabwehrende Enzyme gefördert werden. Die Flavonoide wiederum blockieren solche Enzyme, die krebsauslösende Stoffe aktivieren könnten, und hemmen die Bindung krebserregender Stoffe an die Erbsubstanz. Auf diese Weise werden freie Radikale abgefangen. Alle Untersuchungen bestätigen jedoch, daß nur frisch auf-gebrühter Tee, über Jahre genossen, vermutlich Krebs vorbeugen kann. Die Gerbsäuren des grünen Tees stärken auch, zumindest im Tier- versuch, die Abwehrkraft gegen Influenza-Viren.

Tee generell, vor allem aber grüner Tee, wirkt nachweislich entzündungshemmend. Der Grund: Die Catechine des Grüntees hemmen bakterielle Giftstoffe. In der Sowjetunion wurde grüner Tee deshalb zur Therapie gegen die Ruhr eingesetzt. Neben reichlich Fluor schützen bestimmte Flavonoide aus dem Grüntee die Zähne vor Karies. Mehrere Studien an Schulkindern in China bestätigen, daß mit steigender Dosierung auch die prophylaktische Wirkung gegen Karies wächst. Noch weiter gehen die Ergebnisse einer Studie an japanischen Schulkindern. Eine Tasse Tee pro Tag verringert danach die Kariesfälle um die Hälfte. Schon das Ausspülen des Mundes reiche aus.

Zudem wirken Gerbstoffe auf den Alterungsprozeß ein, indem sie dessen Beschleuniger, die Peroxide, im Körper vermindern. Nach einer japanischen Studie fangen die Gerbstoffe des Grüntees Peroxide wirksamer ab als das vielgepriesene Vitamin E. Auch gegen hohe Cholesterinwerte und die Verengung der Herzkranzgefäße sowie Arteriosklerose oder die Bildung von Thrombosen hilft grüner Tee. Eine Untersuchung der Medizinischen Universität von Zhe- jiang in China ergab, daß die Gerbstoffe vor allem des Grüntees die Werte von Gesamtblutfett und Blutcholesterin deutlich senken. Eine japanische Studie an 1300 Männern, die über fünf Jahre hinweg regelmäßig Grüntee tranken, bestätigte, daß dessen Genuß den Cholesterinspiegel senkt und damit auch Gefäßerkrankungen vorbeugt. Grüner Tee hemmt nicht nur die Blutgerinnung, sondern senkt auch den Bluthochdruck. Eine Studie in Holland an 800 Männern zwischen 65 und 84 Jahren erbrachte ein eindrucksvolles Ergebnis: Je größer die aufgenommene Menge an Flavonoiden aus grünem Tee war, desto seltener traten koronare Herzerkrankungen auf. Grüntee reduziert außerdem die Wirkung von Nikotin und Teeröl, indem sich seine Flavonoide mit den schädlichen Alkaloiden verbinden. Eine japanische Untersuchung ergab, daß Personen, die nach der Atombombenexplosion von Hiroshima viel Grüntee tranken, eine höhere Überlebenschance besaßen. Selbst bei der Bekämpfung des HIV-Virus und von Aids-Infektionen könnten Wirkstoffe des Grüntees eines Tages eine wichtige Rolle spielen. Ein Ansatz, Aids beziehungsweise HIV-Infektionen zu bekämpfen, besteht in der Hemmung des Enzyms Reverse Transkriptase, das der Erreger für seine Vermehrung benötigt.

Nach einer japanischen Studie von 1994 gelingt diese Hemmung mit den Gerbsäuren Epigallocatechingallat aus Grüntee und Theaflavingallat aus Schwarztee. Grüner Tee kann natürlich auch negative Wirkungen haben durch das Koffein etwa für Menschen mit hohem Blutdruck oder mit Herzproblemen. Zudem wird, so die Pharmokologin Barbara Bertram, die Aufnahme von Eisen aus Nahrungsmitteln wie Brot und Reis durch die Gerbstoffe um fast zwei Drittel vermindert, wenn grüner Tee zu den Mahlzeiten getrunken wird.

China

- Gunpowder

Er sieht aus wie Schießpulver: Jedes Teeblatt ist zu einer kleinen Kugel gerollt, die sich beim Aufgießen des Wassers wie eine Blume entfaltet. Der Aufguß ist gelb-grünlich und hat einen herb-frischen Geschmack.

- Lung Ching

Gehört zu den edelsten chinesischen Tees. Er hat einen smaragdgrünen Aufguß, ein frisches Aroma und einen weichen, leicht süßlichen Geschmack.

Japan

- Sencha

Er ist der populärste Tee in Japan. Es gibt ihn in drei Qualitätsstufen: Superior, Medium und Low. Die Teeblätter werden gepreßt und sehen aus wie Gras. Ausgeschenkt hat er eine hellgrüne Farbe. Er schmeckt bitter-frisch und etwas süß.

- Bancha

Der Alltags-Tee aus großen flachen Blattstücken ist aus Sencha-Tees ausgesiebt und hat einen leichten, grasigen Geschmack. Es gibt ihn geröstet als Houjicha. Genmaicha ist ein Bancha, der zur Hälfte mit geröstetem Vollkornreis aufgefüllt wird.

- Gyokuro

Er ist der feinste und teuerste japanische Grüntee. Sein kräftiges Aroma erhält er, weil nur solche Teeblätter geerntet werden, die im Schatten großer Bäume wachsen. Die Ernte erfolgt nur im Mai, wobei lediglich die allerzartesten Triebe gepflückt werden. Der Tee ist aufgegossen von dunklem Grün.

- Matcha

Dieser Tee wird in Japan bei typischen Teezeremonien verwendet. Die Teeblätter werden zu Pulver vermahlen, in einer Tasse mit 60 Grad warmem Wasser übergossen und mit einem Bambuspinsel geschlagen. Seine Blätter sind im Schatten gewachsen deshalb ist er nicht ganz billig.

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Grüntee - grasig und gesund

Oldenburger Stachel Nr. 12/96, Seite 12

Auch in Nachschlagewerken über Heilpflanzen darf grüner Tee nicht fehlen. In dem Buch Phytotherapie (Karl, Josef, München 1970) wird bei der Camellia sinensis ausdrücklich auf den grünen Tee als medizinisch verwiesen und betont, daß dieser Tee keiner Fermentation unterworfen ist.

Der Einfluß auf Arteriosklerose, hohen Blutdruck und Gehirnschlag Grüntee enthält ein Enzym, das den Auslösemechanismus von hohem Blutdruck im Körper positiv beeinflußt und zum größten Teil verhindert. Grüntee hilft bei der Umwandlung von Cholesterol und beugt somit auch gegen Arteriosklerose vor. Es ist davon auszugehen, daß das Trinken von Grüntee Gehirnschlag, Herz- und Alterskrankheiten vermindern kann. Es gibt zwei Arten Cholesterol. Das sogenannte "schlechte" Cholesterol (LDL- und VLDL-Cholesterol) häuft sich im Gewebe an. Das "gute" Cholesterol (HDL-Cholesterol) entfernt Überschüsse aus dem Gewebe. Wenn der Blutanteil des "schlechten" Cholesterols zu sehr ansteigt, lagert er sich in den Gefäßen ab und kann zu Arteriosklerose führen. Arteriosklerose in Verbindung mit hohem Blutdruck kann Herzinfarkt oder Gehirnschlag verursachen. Durch Versuche mit Ratten wurde festgestellt, daß die Catechine vom Grüntee den Aufbau des "schlechten" LDL-Cholesterols begrenzen, hingegen nur einen minimalen Effekt auf das HDL-Cholesterol ausüben. Die gleichen Resultate wurden beim menschlichen Blut gefunden werden. Bei den Chinesen, die bekanntlich fast ausschließlich grünen Tee trinken, wurde festgestellt, daß sie einen niedrigeren Cholesterinspiegel als Europäer und Nordamerikaner haben.

Thearix

Diese Veröffentlichung unterliegt dem Impressum des Oldenburger Stachel. Differenzen zur gedruckten Fassung sind nicht auszuschließen.

Nachdruck nur mit Quellenangabe, Belegexemplar erbeten.

Bluthochdruck

Oldenburger Stachel Nr. 12/96, Seite 12

Die Ursache von Bluthochdruck ist nicht restlos geklärt. Blut enthält Angiotensinogen (aus der Leber), aus dem durch das Enzym Renin Angiotensin I entsteht. Das sogenannte Angiotensin-Converting-Enzym (Umwandlungs-Enzym) verwandelt Angiotensin I in Angiotensin II. Das Angiotensin II ist die stärkste vaskonstriktorische Substanz des Organismus und wirkt direkt an den Arteriolen; eine Erhöhung des Blutdruckes ist die Folge. An Versuchen mit Ratten konnte festgestellt werden, daß die Catechine aus Grüntee das Wirken der Angiotensin-Converting-Enzyme verhindern und somit die Produktion von Angiotensin II unterdrücken. Die Verabreichung von Catechinen konnte daher das Anwachsen des Blutdruckes begrenzen. Täglicher Genuß von Grüntee kann daher hohem Blutdruck vorbeugen.

Blutzucker

Oldenburger Stachel Nr. 12/96, Seite 12

In Versuchen mit Mäusen, die zu erblicher Diabetes neigen, wurde festgestellt, daß die Verabreichung von Catechin (aus getrocknetem Grüntee, in eßbarer Form) zur Verringerung des Blutzuckers führt. Ähnliche Versuche mit Auszügen aus Grüntee führten zu dem Resultat, daß auch die im Tee enthaltenen Polysaccharide zur Verringerung des Blutzuckers führen.

Vitamin E und Alterungsprozesse

Oldenburger Stachel Nr. 12/96, Seite 12

Oxigen (Sauerstoff) ist lebensnotwendig und erfüllt wichtige Funktionen im Stoffwechsel. Als aktives oder auch freies radikales Oxigen kann es sich jedoch mit allem im Körper verbinden und zu schädlichen Oxidationen führen - mit Zerstörung von Zellmembranen, Schäden des DNA und Oxidationen von Lipiden (Fette). Lipid-Peroxide können Krebs, Herz- und Gefäßkrankheiten sowie Diabetes auslösen. Da Lipid-Peroxide schneller entstehen, als sie mit fortschreitendem Alter abgeführt werden, neigen sie dazu, sich im Körper anzureichern. Lipofuscin, auch als "Alterungspigment" bezeichnet, entsteht durch Lipid-Peroxide. Um Alterungsprozesse zu verlangsamen, ist es sinnvoll die Anhäufung von aktivem Oxigen und Lipid-Peroxid zu verhindern. Es ist hat sich gezeigt, daß Lebewesen um so länger leben, je höher die Konzentration der stark antioxidativ wirkenden Vitamine E und C im Körper ist. Im Labortest wurde nachgewiesen, daß die Catechine im grünen Tee wesentlich antioxidativer sind als Vitamin E (etwa 20 mal stärker).

Grüntee und Krebs

Oldenburger Stachel Nr. 12/96, Seite 12

Die Krebsstatistik in Japan zeigt, daß die Todesfälle durch Krebs (für Männer und Frauen) in der Region "Shizuoka Prefecture" deutlich geringer sind als in anderen japanischen Regionen. Durch diese Erkenntnis wurde eine ausführliche Statistik mit folgendem Resultat erstellt: Die Gebiete, in denen Grüntee produziert wird, hatten eine signifikant geringere Todesrate bei Krebs im allgemeinen. Dies gilt jedoch insbesondere für Magen-, Speiseröhren- und Leberkrebs. Die Bewohner dort trinken ihren Tee eher stärker und wechseln häufig die Blätter. Bei Versuchen mit Mäusen, denen man Krebszellen eingesetzt hatte, zeigte sich bei der Gruppe, der ein Extrakt aus grünem Tee verabreichte wurde, ein deutlich geringeres Tumorwachstum als in der Kontrollgruppe. Bei einem anderen Versuch bekamen Mäuse eine Substanz, die nach ihrer Veränderung im Körper krebsverursachend wirkt und somit Karzinome (an Speiseröhre oder Magen) erzeugt. Die Verabreichung von Grüntee-Extrakt verringerte das Vorkommen von Krebs auf unter 50% (gegenüber der Kontrollgruppe). Nach der "Zwei-Phasen-Theorie" der Krebsentwicklung beschädigt ein Stoff, der Mutationen verursachen kann (Initiator), zuerst die Zelle (DNA-Veränderung) und führt sie so zur Krebszelle (Initiation). In diesem Zustand verbleibt die Zelle, bis ein anderer Stoff, der Krebs aktiviert (Promoter), zu bösartigem Wachstum führt (Promotion). Nach vorliegenden Untersuchungen können sowohl Extrakte aus Grüntee als auch die Catechine beide Phasen dieser Entwicklung merklich hemmen. Eine Aussage auf dem Internationalen Krebssymposium in Washington D.C. (Drugs of the Future, 1992, S. 483) lautet daher auch: "Grüntee die günstigste und effizienteste Möglichkeit der Krebsvorbeugung".

Grüntee gegen radioaktives Strontium 90

Oldenburger Stachel Nr. 12/96, Seite 12

Das im Grüntee enthaltene Tannin geht eine chemische Verbindung mit Strontium 90 ein. Die Aufnahme von Strontium 90 in den Körper kann um 20-30% verhindert werden, da diese Menge (zusammen mit dem Tannin) den Körper wieder verläßt. Versuche mit Ratten haben gezeigt, daß durch Einnahme von grünem Tee eine halbe Stunde vor der oralen Verabreichung von Strontium 90 ein signifikant hemmender Effekt auf die Ablagerung von Strontium 90 in den Knochen festgestellt werden konnte. Bei der Verwendung von japanischem Matcha (Pulvertee) wurde dieser Effekt sogar bei der zeitgleichen Einnahme mit Strontium 90 verzeichnet.

Grüner Tee - eine Modeerscheinung ?

Oldenburger Stachel Nr. 10/96, Seite 1

Seit ca. 4000 Jahren wird Tee grün getrunken. Es ist eine Perversion unseres Kulturkreises und unseres Jahrhunderts Tee zu Schwarztee zu vergären. Dieser Alterungsprozeß wird dann als Fermentation oder auch Oxidation bezeichnet.

Im Jahre 1772 gab in Deutschland noch 60 verschiedene Sorten Grüntee. Etwa 1945 wurden nur noch 3 Schwarzteemischungen angeboten.

Heute wird unter "Tee" fälschlicherweise schwarzer Tee verstanden. Dieses Mißverständnis ist von den Interessenvertretern des schwarzen Tees aus dem indischen Kulturkreis gefördert worden, indem sie die geschichtlichen Traditionen Ostasiens für die Werbung mißbraucht haben.

Durch Verwendung chinesischer Symbole und Bilder für Produkte, die China nie gesehen haben, wird dem Verbraucher suggeriert, daß Tee eben Schwarztee sei.

In der gängigen Literatur ist es nur selten nachvollziehbar, ob es sich nun um Grüntee oder Schwarztee handelt. Aussagen und Untersuchungen, die sich auf Grüntee beziehen, werden geschickt mit Schwarztee verbunden, wie das folgende Beispiel aus dem wohl meistverkauften Taschenbuch über Tee (Maronde: Rund um den Tee) zeigt:

"Einer der wichtigsten Vorzüge des Tees ist es, Betrunkene wieder nüchtern zu machen. Auch reinigt er das Gehirn. Die Chinesen, die so viel Tee trinken, spucken und schneuzen sich nie; ihr Gehirn ist von den Überflüssigkeiten befreit, die den Sitz des Verstandes arg beschweren." (P.P. Dufour, 1648)

Dieses historische Zitat, das sich auf grünen Tee bezieht wird mit der Behauptung kommentiert, daß schwarzer Tee zweifellos ein sehr gesundes Getränk sei...

Zur medizinischen Wirkung des Tees erläutert der Autor, daß Teeblätter neben Vitamin C auch Chlorophyll enthalten, welches die Bildung roter Blutkörperchen fördert und für die Sauerstoffversorgung des Körpers wichtig ist.

Bedauerlicherweise versäumt er jedoch darauf hinzuweisen, daß Bestandteile wie Vitamin C und Chlorophyll lediglich in grünen Teeblättern und damit auch nur im grünen Tee in nennenswerter Menge vorhanden sind. Die LeserInnen mögen selbst beurteilen, wie fatal sich ein Verwechseln der Begrifflichkeit (Schwarz-/Grüntee) bei der folgenden Aussage auswirken würde:

Aleijos (T'u Ch'uan. Grüne Wunderdroge Tee) erwähnt eine ärztliche Feststellung, die dem schwarzen Tee die Rolle "eines Förderers der Arteriosklerose zuschreibt" und berichtet ferner von Untersuchungen nordamerikanischer Ärzte, die ergeben haben, "daß der grüne Tee eine prophylaktische Wirkung gegen Arteriosklerose ausübt". Diese Art der bewußten Begriffsverwirrung war über Jahre sehr erfolgreich. So stellt denn auch die Katalyse-Umweltgruppe Köln in dem weitverbreiteten Buch "Chemie in Lebensmitteln" fest, daß grüner Tee "(leider) fast völlig vom Markt verdrängt worden" ist.

Aromatisierung - nein danke !

Oldenburger Stachel Nr. 12/96, Seite 12

Bei aromatisierten Tees werden natürliche Aromastoffe, naturidentische Aromastoffe, ätherische Öle und Pflanzenbestandteile verwendet. Verarbeitet werden dabei in der Regel Tees von so schlechter Qualität, daß sie schon während der Herstellung durch den Zusatz von Teeinhaltsstoffen qualitativ verbessert werden müssen. Diesen Tees werden dann Blüten, Schalenteile oder Blätter beigefügt, die fast nie zum Geschmack beitragen, sondern lediglich als optische Beigabe dienen. Unterschieden wird zwischen naturidentischen und natürlichen Aromen. Beim naturidentischen Aroma wird beispielsweise ein natürliches Öl laborchemisch nachgebaut und ist dann mit dem Naturstoff sozusagen "identisch". Bei einem "natürlichen Aroma" muß lediglich der Rohstoff organisch sein (pflanzlicher oder tierischer Herkunft). Konkret: Sogenannte "natürliche" Fruchtaromen werden fast ausschließlich hergestellt, ohne daß die betreffende Frucht an dem Prozeß beteiligt war! Wie weit diese übliche Form der Aromatisierung für Allergien verantwortlich ist, läßt sich nur erahnen.


(info@teebuch.de)
Letzte Aktualisierung am 16. September 2010
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